Zwenkau

Die Stadt liegt etwa 15 km südlich von Leipzig, umgeben vom ehemaligen Tagebau Zwenkau, nordwestlich des Industriestandorts Böhlen/Lippendorf. Der Tagebau wurde am 30. September 1999 eingestellt. Dort entsteht jetzt der Zwenkauer See.

Ich habe leider nur einige Fotos von meiner Konfirmation und einige sehr alte Fotos damalige Hundestaffel,unsere Hündin,über 30 Jahre her.

Es ist eine bekannte Tatsache, daß Hundefreunde, die jemals einen deutschen Schäferhund besaßen, fortan dieser Rasse treu bleiben. An sich ist das nicht verwunderlich, denn der Schäferhund vermag sich in die Seele seines Herrn einzuleben

Zwenkau damals und heute

 

 Konfirmation 1969 in Zwenkau rechts Pfarrer Knorr

                         

                       

 

 

 

 Zwenkau ein Stück Geschichte

Im Jahre 974 tritt der Ort in das Licht geschriebener Geschichte. Aber als Siedlungsplatz ist Zwenkau offenbar noch wesentlich älter, denn Bodenfunde weisen bäuerliche Siedlung in der Umgebung bis zurück in die Jungsteinzeit aus, bis um 3000 v. u. Z. Mit der Ersterwähnung gehört Zwenkau zu den ältesten schriftlich nachweisbaren Orten des Bezirkes, es steht dabei in einer Reihe mit Eilenburg und wurzen, mit Kohren, Taucha, Altenburg und Schkeuditz.

Die  lateinisch-slawische Bezeichnung in der Urkunde von 974 als civitas Zuenkouua wird verstanden als Burg, in der bei Gefahr zur Warnung der Bewohner geläutet wurde, d. h. Zwenkau war wohl ursprünglich eine Fluchtburg und damit das Zentrum für mehrere Dörfer.

Um 1000 bestand der Ort aus der Burg mit einer grundherrschaftlich-bäuerlichen sowie vermutlich auch einer Kaufmanns-und Handwerkersiedlung, wie sie 1195 als Markt, der schon früher existiert habe, begegnet. Zwenkau kann damit als eine frühfeudale städtische Siedlung bezeichnet werden, die im 11./12. Jahrhundert zugleich eine Station an der von Leipzig nach Süden führenden Fernhandelsstraße war. An der Peripherie des aufsteigenden Leipzigs blieb Zwenkau jedoch in den späteren Jahrhunderten im Handel auf eine Nahmarktfunktion begrenzt. Im Spätfeudalismus entwickelte sich neben dem für die Stadt und das umliegende Land notwendigen Handwerk auch ein Exportgewerbe, vor allem die mit Pegau und Groitzsch zusammenhängende Schuhherstellung und die Korbmacherei.


 

1620 befand sich nördlich der Stadt eine Pulvermühle mit Salpetersiederei als ein kleiner Manufakturbetrieb. 1825 lebten in der stadt und den zwei Vorstädten bereits etwa 100 Schuhmacher- und 50 Korbmachermeister.

Die Entwicklung zur kapitalistischen Stadt vollzog sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Wichtige Ereignisse waren z. B. die Enteignung der beiden Rittergüter im Oktober 1945. Daraus ging um 1949 eine Neubauernsiedlung hervor. Der Tagebau Zwenkau wie die anderen Großbetriebe der Umgebung wurden volkseigen. Im August 1945 war der Jugendausschuß gegründet worden.Infolge der Kriegszerstörungen. denen neben dem Rathaus auch die Schule zum Opfer gefallen war, begann im Herbst 1945 der Unterricht in Gaststätten und anderen Behelfsräumen.

Aus den historischen Dokumenten der Stadt, die zum größten Teil im Staatsarchiv Leipzig verwahrt werden, ist eine Auswahl getroffen worden, die an Höhepunkten wie charakteristischen Zügen der Geschichte Zwenkaus orientiert ist und an der man die Stellung der Stadt in der Regionalgeschichte wie in der Geschichte des deutschen Volkes und der Geschichte der DDR zu erkennen vermag.

Broschüre Zwenkau 974-1974

"...civitatem Zuenkouua...cum servo quodam illuc pertinente Nézan nominato et cum omnibus ceteris utriusque sexus mancipiis, terris cultis et incultis, pratis, pascuis, s(i)I(vis),aquis aquarumve decursibus, viis et inviis, exitubus et reditubus, quaesitis et inquirendis et cum omnibus rebus iure legatiterque ad eandem civitatem pertinentibus..."

Kaiser Otto II. schenkt "den Burgward Zwenkau mit dem dazugehörenden Hörigen, genannt Nezan, und mit allen anderen Hörigen beiderlei Geschlechts, kultivierten und unkultivierten Ländereien, Wiesen, Weiden, Wäldern, Gewässern, Wegen, Ausgaben und Einnahmen, der Gerichtsbarkeit und mit allen ordentlichen Rechten, die zu diesem Burgbezirk gehören."