Ist Telepathie möglich?

 von Lars A. Fischinger

Im Jahre 1882 prägt der Cambridge-Wissenschaftler H. Meyers einen bis heute gültigen Begriff: Telepathie, zu Deutsch bekannt als Gedankenlesen. Eines der bekanntesten Phänomene der Parawissenschaft und zugleich auch eines der am besten erforschten.

 

Schon im Jahre 1965 machte die damalige Sowjetunion umfassende Versuche mit so genannten Telepathen, jenen Menschen, die die Gedanken anderer Personen "lesen" können. Dabei ist es vollkommen belanglos, wo sich die Personen befinden. Telepathie ist weltweit und grenzenlos möglich. Und damit ist die Telepathie ein potenzielles und willkommenes Instrument für die Geheimdienste dieser Welt. Es ist somit verständlich, dass die USA und die Sowjetunion im Zuge des gegenseitigen Misstrauens im Kalten Krieg ein solches Instrument gerne für sich nutzen wollten.

 

Erstaunliche Experimente

Ein anderer Grund ist sicher der, dass Experimente in Laboratorien und Instituten oftmals erstaunliche Ergebnisse erbrachten. Als "Standardversuch" könnte man folgendes, sehr einfaches Experiment ansehen: ein telepathisch veranlagter Proband sitzt einem Prüfer gegenüber.

Letzterer sieht sich beispielsweise an einem Monitor Karten oder Bilder an, die durch einen Zufallsgenerator nur für ihn sichtbar ausgewählt werden. Der Telepath muss dabei entweder sagen, welche Karten gerade vom Prüfer angesehen werden, oder aber das Motiv aufzeichnen. Hierbei kam es im Laufe der Jahrzehnte immer wieder zu wirklich beeindruckenden Ergebnissen.

Viele – nicht alle – Versuche ergaben, dass einige Menschen mehr, andere weniger, offenbar tatsächlich über die Fähigkeit des Gedankenlesens verfügen.

Eine Reihe von Forschern, so auch Rupert Sheldrake, ist der Überzeugung, dass jeder Mensch telepathische Fähigkeiten hat. Und dieser berühmte Siebte Sinn kann durch solche Versuche trainiert werden.

Auch Tiere haben offenbar diese erstaunliche Fähigkeit. Nach den Thesen der morphogenetischen Felder, die Mensch und Tier gleichermaßen umgeben, wäre dies auch nicht weiter verwunderlich. Ein sensationelles Experiment hat Sheldrake mit einem Papagei und seiner Besitzerin hierzu durchgeführt.

Das Tier war in der Lage, über 500 Wörter und auch ganze Sätze zu sprechen. Vor laufenden Kameras platzierte der Forscher den Papagei in einem Zimmer und seine Besitzerin Aimee zwei Stockwerke tiefer in einen Raum. Nun öffnete Aimee Umschläge mit Bildern, die sie zuvor nicht sehen durfte. Dabei ergaben sich erstaunliche Ergebnisse, denn das Tier schien die Gedanken seines Besitzers zu empfangen.

Sheldrake:

Das Bemerkenswerte an diesem Film ist, dass der Papagei sagt, was sein Frauchen betrachtet. Irgendwie empfängt der Papagei ihre Gedanken, ihre Vorstellungen. Und er gibt sie in Englisch weiter. Das ist etwas ganz besonderes, denn in vielen anderen Fällen von Telepathie bei Tieren, Hunden oder Katzen, können wir nur indirekt durch ihr Verhalten Rückschlüsse auf ihre telepathischen Fähigkeiten ziehen.

 

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