Meine/Unsere Hobbys

Ich möchte nun auf dieser Seite etwas über unsere privaten Aktivitäten berichten, oder erzählen.

Hobbys sind ja weit dehnbare Begriffe, ich möchte sie hier eingrenzen und etwas erläutern.

Der männliche Teil meiner Familie, welcher hier stark vertreten ist, werkelt am liebsten mit Holz. So bleibt es nicht aus, dass der Spitzname Holzwurm meinem Gatten angelastet wurde. Wobei zwar meine Söhne tatkräftig mithelfen wenn es um das Bauen oder erneuern geht, beschäftigen sie sich jedoch lieber mit Aquaristik. Jeder hat so seine Aquarien mit verschiedenen Fischen, wovon ich wiederum keine Ahnung habe. Ich freue mich nur immer wenn es heißt, wieder Jungfische, wie zum Beispiel jetzt junge Skalare. Zurück zur Holzgeschichte. Weil man ja aus der Not eine Tugend macht bleibt der Denkergeist nicht aus. So kam man günstig an Einwegpaletten und zauberte daraus brauchbare Gegenstände die sich sogar als Geschenke eigneten. Ob es Bilder waren, Zeitungsständer, Schlüsselbretter, Schmucktruhen oder gar Uhrengehäuse für Regulatoren, es kam alles prima an. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Da man ja als Frau kreativ nicht hinterm Mond lebt, kam mir dann die Idee so manche Sachen zu verschönern. Also kaufte ich mir einen Brennpeter und legte los. So blieb es dann nicht mehr bei den kleinen Sachen, ich fing an Kinderbetten zu verschönern, welche mein Mann selber gebaut hatte. Ja sogar ein Türblatt hatte ich gefertigt für eine uralte Kinderzimmertür. Im Laufe der Jahre, Kinder werden älter, schränkte ich dieses Hobby ein. Da meine 4 Söhne das Handwerk jetzt selber in die Hand nehmen ist das auch gut so. Dafür widme ich mich wieder dem Urhandwerk Stricken zu, für meine Enkelkinder 4 an der Zahl. Meine 3 Töchter haben wiederum alle unterschiedliche Hobbys und mit Stricken nichts am Hut.

Dafür ist jede auf ihre Weise kreativ. …..

 

Eine kurze Geschichte

 

Vor einiger Zeit bekam ein guter Bekannter einen Garten. Für mich war das nach dem Besichtigen eher eine Wüste und unebenes Gelände. Himmel dachte ich, außer Schwielen an den Händen sieht man nach Wochen noch nichts von getaner Arbeit.  Da wir nicht die Menschen sind, die die Flinte ins Korn schmeißen, packten wir mit zu. Viel Arbeit hatten wir vor uns. Dieses Gelände musste erst einmal geebnet werden. Dann fehlte eine Hütte, nichts war da zum unterstellen von Werkzeugen oder Gartengeräten. Noch zu erwähnen das dieses Gelände weder über Strom noch Wasser verfügt. Jetzt kann sich ein Jeder vorstellen mit welchen Mitteln wir arbeiten durften. Der Akkuschrauber war auch nur solange bereit seine Dienste zu leisten, bis er leer war. So kam man mit dem Aufladen gar nicht hinterher. Da ja nun unser Bekannter nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, standen wir vorerst vor dem Problem Material heran zu schaffen. Jedenfalls hatte mein Mann unzählige Einwegpaletten kostenlos angefahren. Die mussten natürlich sorgfältig auseinander genommen werden, möglichst ohne Verlust. Jedes Brett zählte. Bei dem Bau dann waren wir Frauen nicht dabei, sondern in der Küche um die Mannen zu versorgen. Jeden Tag, egal bei welchem Wetter wurde gewerkelt. Teilweise bis zum dunkel werden. Achja das alles Begann im März, wobei  es da für die Jahreszeit mild war. Also man hatte sich nichts abgefroren. Dafür machte sich dann der erste Muskelkater breit. Also fing man an das Fundament zu bauen. Nach langem hin und her hatte man den richtigen Platz gefunden. Es wurde mit dem Fuchsschwanz gesägt und geschraubt. So kam man auf eine stattliche Größe von 30 qm. Dann folgte nach und nach das Gerüst, bis der Grundaufbau stand. Dann kam das Dach drauf. Hier musste mit großer Plane erst einmal abgedeckt werden, es blieb nicht immer trocken hin und wieder regnete es. So baute man an den Wänden und im Innenbereich weiter. Da die gute alte Thermokanne die Lebensgeister mit heißen Getränken fit hielt, blieb manche schlechte Laune aus. Wie gesagt es gibt da keinen Strom. Frischwasser muss man sich in großen Trinkwasserbehältern von Zuhause mitbringen. Und wenn es dunkel wurde kamen die alten Petroleumlampen zum Einsatz. Der Bau ging voran. Man hatte inzwischen einiges an Baumaterial organisiert, nein nicht was Sie jetzt denken….richtig organisiert. Es reichte dann noch für einen Anbau, für Feierlichkeiten ohne ein Festzelt aufstellen zu müssen. Der ganze Bau von nur der Hütte ohne Anbau dauerte 3 Monate. Dann mit Anbau waren wir mit allem im August fertig. Das ganze Restholz wurde dann zur Freude der Kinder verbrannt, abends als großes Lagerfeuer. Die Wände haben mit Dämmstoffen eine dicke von 25 cm. Dank der neuen Lichttechnik werden Petroleumlampen nur im Außenbereich genutzt. Innen Solarlichter und die Romantik bleibt nicht auf der Strecke denn, viele Kerzen werden angezündet und wärmen nicht nur Herz und Seele. Bis zum heutigen Tag wird der Garten von seinem Besitzer gepflegt und ist ein Musterstück geworden. Viele Gartenfreunde bleiben dort oft stehen und bestaunen das, was früher eine Wüste war. Wir jedoch feierten die Einweihung mit und zogen uns still zurück.

 

Ein Wort in eigener Sache

 

Ja, lieber M. sollte dich der Zufall auf diese Seite führen, weißt du was wir von deinem heutigen Garten halten. Du hast dir ein schönes Stück Oase geschaffen, auf das du stolz sein kannst.

Fundament  Bau  Innenbau  Fastfertig  Fertig  Verbrennung Holzbrennerei